Gleitsichtgläser werden zum Thema wenn die Etiketten im Supermarkt plötzlich nicht mehr lesbar sind und die Nummern vom Handy immer kleiner werden. Diese Art von Fehlsichtigkeit beginnt ab dem 40. Lebensjahr, weil die Elastizität der Augenlinse merkbar abnimmt und dadurch können sich die unterschiedlichen Nah- und Fernpunkte nicht mehr abwechselnd auf der Netzhautebene abbilden. Die Lösung des Problems ist eine Lese- oder eine Gleitsichtbrille. Der Vorteil der Gleitsichtbrille ist, dass die Brille nicht immer auf- und abgesetzt werden muss, man kann mit ihr in allen Entfernungsbereichen scharf sehen.                   

 

 

HERRSTELLUNG DER GLEITSICHTBRILLE

Das traditionelle Fertigungsverfahren der Markengleitsichtgläser hatte seine Grenzen. Noch vor 10 Jahren konnten die komplizierten Oberflächenkonturen einer Gleitsichtfläche ausschliesslich mittels Keramikformen gefertigt werden. In diesen Formen wird im Gussverfahren flüssiger Kunstoff gegossen.  Diese traditionelle Methode kommt auch heute noch bei vielen Herstellern zur Anwendung, mit ihr können aber manche Verzerrungen nicht beseitigt werden.

Inzwischen  hat sich aber bei der Herstellung der Gleitischtgläser vieles verändert. Die wichtigsten Glashersteller haben auf Digital-Surfacing-Maschinen umgestellt. Dies ist ein computergesteuertes Schleif- und Polierverfahren bei dem die Glasoberfläche mit Diamantspitzen Punkt für Punkt gefertigt werden. Dank dieser neuen Herstellungsmethode können individuelle Daten des Brillenträgers verwertet werden.

 GLEITSICHTGLASARTEN

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Der Pupillenabstand und die Einschleifhöhe waren schon immer eine Voraussetzung für ein klares Sehen. Andere Daten konnten mit der analogen Herstellung nicht verwertet werden.

Wenn aber zum Beispiel eine Fassung nicht parallel zum Gesicht des Brillenträgers sitzt, ist der entstehende Winkel von Wichtigkeit.

Die Biegung einer Fassung kann jetzt  auch berücksichtigt werden. Bei einer grösseren Biegung verschieben sich die Sehfelder.

Ein anderer wichtiger Parameter ist der Abstand zwischen der Fassung und dem Auge. Ist die Brille weiter vom Auge entfernt und wird das nicht berücksichtigt, entstehen weniger nutzbare Sehbereiche.

An einem einzigen Tag führen Ihr Kopf und Ihre Augen über 100.000 Bewegungen aus. Der eine dreht mehr den Kopf der andere arbeitet mehr mit den Augen.

Dank dieser und andere wichtige Daten bekommt das Brillenglas ein individuelles Flächendesign.

 

 
ERLANGEN DER PARAMETER

Golf Defin.Persönliche Daten des Kunden in Verbindung mit der Fassung sind jetzt wichtiger als je. Je genauer der Augenoptiker alle Parameter kennt, desto exakter kann das Brillenglasdesign dank der Software optimiert werden. Die benötigten Daten werden durch Hightech-Kamaras erstellt. Sie geben objektive Bilder des Brillenträgers mit der gewünschten Fassung. Danach vermisst die Software alle entscheidenden Zentrierdaten und speichert sie ab.

Fachkundige Beratung in einem persönlichen Gespräch über die verschiedenen Möglichkeiten steigern den Sehkomfort. So individuell waren Gleitsichtgläser noch nie, denn nicht jeder Kunde hat die gleichen Bedürfnisse und nicht für jeden Brillenträger sind die gleichen Parameter wichtig.